GGPoker bricht elf Jahre alten Poker-Rekord: 420.084 Entries beim Ocean KO

GGPoker bricht elf Jahre alten Poker-Rekord: 420.084 Entries beim Ocean KO

Manche Poker-Rekorde halten kaum länger als das Turnier, in dem sie aufgestellt wurden. Andere bleiben über ein Jahrzehnt unangetastet, bevor ein neuer Meilenstein erreicht wird. Genau das ist jetzt bei GGPoker passiert.

Der $5 Ocean KO Opener verzeichnete insgesamt 420.084 Entries und übertraf damit einen Rekord, den PokerStars seit Oktober 2015 gehalten hatte. Damals waren beim Common Cents-Turnier 253.692 Spieler angetreten – eine Bestmarke, die elf Jahre lang Bestand hatte.

Bemerkenswert ist vor allem, dass der neue Rekord ausgerechnet mit Ocean KO aufgestellt wurde. Das Turnierformat wurde erst kürzlich eingeführt und sorgte bereits in seiner ersten großen Turnierserie für historische Teilnehmerzahlen.

Ocean KO sprengt die Millionengarantie und stellt neuen Rekord auf

Der $5 Ocean KO Opener wurde über zahlreiche Startflights ausgetragen, bevor am 12. Oktober der zweite Turniertag begann. Nach Abschluss aller Startmöglichkeiten stand die endgültige Teilnehmerzahl fest: 420.084 Entries.

Durch den enormen Andrang wuchs der Preispool auf mehr als 1,9 Millionen US-Dollar an. Damit wurde die ursprüngliche Garantie von einer Million Dollar nahezu verdoppelt.

Mehr als 1,05 Millionen Dollar entfielen allein auf die Bounties. Für den Turniersieger waren zusätzlich rund 43.000 Dollar an regulärem Preisgeld vorgesehen, wobei mögliche Knockout-Prämien in diesem Betrag noch nicht berücksichtigt waren.

Nachdem die endgültigen Zahlen bestätigt worden waren, feierte GGPoker den Rekord in den sozialen Netzwerken. Der Pokeranbieter bedankte sich bei allen Teilnehmern, die dazu beigetragen hatten, „Geschichte zu schreiben“.

PokerStars hielt den bisherigen Rekord seit 2015

Die bisherige Bestmarke stammte vom 5. Oktober 2015. Damals veranstaltete PokerStars im Rahmen seiner Common Cents-Serie ein Turnier, das mit einem außergewöhnlich niedrigen Buy-in für Aufsehen sorgte.

Die Teilnahme kostete gerade einmal $0,01. Trotz dieses symbolischen Einsatzes garantierte PokerStars einen Preispool von 100.000 Dollar. Das Konzept erwies sich als äußerst erfolgreich und lockte mehr als eine Viertelmillion Spieler an die virtuellen Pokertische.

Am Ende setzte sich Simon „DaDumon“ Grabenschweiger gegen das riesige Teilnehmerfeld durch. Aus seinem Einsatz von nur einem Cent machte er ein Preisgeld von 10.000 Dollar.

PokerStars hatte allerdings schon zuvor mehrfach Rekorde bei der Teilnehmerzahl aufgestellt. Bereits 2011 erreichte ein Turnier die Marke von 200.000 Spielern, zwei Jahre später folgte ein weiterer Rekord mit 225.000 Teilnehmern.

Mit dem Common Cents-Turnier stieg die Bestmarke schließlich auf 253.692 Spieler. Erst elf Jahre später gelang es GGPoker, diese Zahl zu übertreffen.

Die größten Rekordturniere im Vergleich

EventJahrBuy-inTeilnehmerfeld
PokerStars Common Cents Kick-Off2015$0.01253.692 Teilnehmer
GGPoker Ocean KO Opener2026$5420.084 Entries

Elf Jahre später: Wie sich Rekordturniere verändert haben

Der neue Rekord ist zweifellos ein historischer Erfolg für GGPoker. Ein direkter Vergleich mit dem PokerStars-Turnier von 2015 ist allerdings nur bedingt möglich, denn die Voraussetzungen unterscheiden sich erheblich.

PokerStars hatte damals vor allem auf einen nahezu kostenlosen Einstieg gesetzt. Mit einem Buy-in von nur einem Cent sollten möglichst viele Spieler die Gelegenheit bekommen, an einem großen Online-Turnier teilzunehmen.

GGPoker verfolgt mit Ocean KO einen anderen Ansatz. Hier steht nicht allein der niedrige Buy-in im Mittelpunkt. Entscheidend sind vielmehr die Möglichkeit mehrfacher Teilnahmen sowie ein Knockout-System, das zusätzliche Anreize für jede Eliminierung bietet.

Schon vor dem zweiten Spieltag des Rekordturniers hatte sich abgezeichnet, dass das neue Format bei den Spielern gut ankommt.

Die ersten großen Sonntagsturniere der Ocean KO-Serie übertrafen allesamt ihre garantierten Preispools. Besonders deutlich zeigte sich das bei einem Event mit $10 Buy-in, das insgesamt 23.443 Entries verzeichnete.

Elf Jahre nachdem PokerStars mit einem Ein-Cent-Turnier mehr als 250.000 Spieler mobilisieren konnte, hat GGPoker die Marke von 420.000 Entries überschritten.

Zu den entscheidenden Faktoren gehören progressive Bounties, Jackpot-Multiplikatoren und zahlreiche Startflights, durch die sich ein einzelnes Turnier über einen deutlich größeren Zeitraum erstrecken kann.

Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen den beiden Rekorden: Während PokerStars 2015 die Zahl der teilnehmenden Spieler erfasste, handelt es sich bei GGPoker um die Gesamtzahl der Entries, einschließlich möglicher erneuter Teilnahmen.

Ungeachtet dieser Unterschiede verdeutlicht der neue Rekord, wie stark sich große Online-Pokerturniere innerhalb eines Jahrzehnts verändert haben. Was 2015 noch ein außergewöhnliches Teilnehmerfeld erforderte, lässt sich heute durch moderne Turnierstrukturen, mehrere Startmöglichkeiten und zusätzliche Knockout-Anreize in ganz anderen Dimensionen organisieren.